Naturstein

Kleine Gesteinskunde

Unser Planet (und nicht nur dieser) besteht aus Mineralien die aus dem flüssigen Erdkern heraus auf vielfältigste und unterschiedlichste Art-und Weise im laufe von Millionen und Milliarden Jahren entstanden sind und weiter entstehen. Jeder Stein ist nur eine Momentaufnahme einer permanenten Metamorphose(Umgestaltung) meistens in für den Menschen nicht erlebbaren Zeitabläufen, gleichzeitig an der Erdoberfläche und tief im Erdmantel.Die Gesteine werden durch Kontinentalverschiebungen, Erosion und Vulkanausbrüche an die Erdoberfläche gebracht und dort durch Verwitterung und Erosion zerkleinert und durch Ablagerung und Verfestigung mit Bindemitteln wieder zu einem neuen Gestein . Die Gesteinsbildung steht also in direkter  Abhängigkeit einer vielzahl von Faktoren wie der Mineralienzusammensetzung und Ihrer Entstehungsgeschichte. Dies hat zur Folge das kein Stein dem anderen gleicht und kein Blatt und keine Nase der anderen, insofern sind natürlich auch viele Mischformen entstanden die sich in diversen Übergangsstadien der Gesteinsbildung befinden können.

Daraus ist in unserer Branche auch das Logo “Jedes Stück ein Unikat” entstanden.

In der Jahrtausende alten  Bearbeitung und Verwendung.von Naturwerksteinen haben sich grob folgende Einteilungen der Werksteinsgruppen entwickelt, die auch für die Nutzung und Eignung relevant sind, hier sei darauf hingewiesen das fast alle Natursteine aufgrund Ihrer Kapilarität Staunässe nicht gut vertragen und mit diversen Veränderungen und Schäden des Gefüges reagieren, hier sind beratung und fachkundige Verlegung unabdingbar um unangenehmen und ggfls. irreversiblen Überraschungen vorzubeugen:

Tiefen + Hartgesteine

Granit, Gneis,Syenit , Diorit, Quarzit, Basalt, Diabas und Gabbro  . Diese Gesteine sind z.B.unter den Handelsnamen , Bianco Sardo,Baltic-Braun/Rot/Grün  Balma Syenit,  Nero Impala, Nero Assoluto, Alta Quarzit vertreten.

Diese Materialien eignen sich aufgrund Ihrer Härte und Abriebfestigkeit sowie Ihrer Säureresistenz bestens für den Aussenbereich aber natürlich genauso für den Innenausbau.

Unterschiedlichste Oberflächenbearbeitungen sind je nach Verwendungszweck möglich.Grundsätzlich ist,  je feiner die Bearbeitung evtl. bis zur Politur ausgeführt wird umso farbintensiver kommt das Gestein zur Geltung.

Ablagerungs-und Auswurfgesteine

gehören größtenteils in die Grupe der “Weichgesteine”.diese Materialien sind meist nicht Säureresistent da sie Kalk enthalten und alkalisch sind wie Travertin, Jura-Marmor, Solnhofener, Botticino, Trani usw. sowie alle Marmorsorten (= kristalliner Kalkstein) wie Carrara, Calacatta, Palissandro, Thassos, Estremoz u.v.m.

Ein Einsatz im Aussenbereich ist teilweise bei entsprechender Verwendung (z.B. als Fassadenbekleidung) möglich. Auf Staunässe, Salze und Säuren reagieren diese Steine jedoch mit Abplatzungen und Ausblühungen

Sandsteine + Schiefer

gehören ebenfalls zu den Ablagerungsgesteinen, können aber aufgrund ihrer mannigfaltigen Mineralienzusammensetzung in Ihrer Härte und damit Verwendbarkeit als Werkstein, durchaus auch im Aussenbereich einsatz finden sowohl als Bodenbelag wie auch als Fassadenbekleidung

Kunststeine:

Mittlerweile ein weites Feld mit immer neuen Innovationen, hier entsteht zzt. eine neue Grauzone zur Keramikindustrie.

Betonwerkstein, besteht aus Natursteinstücken verschiedenster Art und Größe, die durch Beton zu einem neuen Werkstein verbunden sind, und in entsprechendem Format gegossen werden.

Agglo, besteht aus Natursteinstücken verschiedenster Art und Größe, die jedoch mit Kunstharz in Blöcken gegossen werden und dann wie Naturstein auf die gewünschten Materielstärken zugeschnitten werden.
Granit 90 besteht aus 90%gemahlenem Granit, der in eine Kunststoffmatrix eingebunden wird.
und nur in 6,5 mm stärke produziert wird.  Das Materiel wird in 60 *60 cm Formaten ofder auch in 300 *60/120 MM

Marmor – wichtige Hinweise

Marmor ist Kalkstein. Das bedeutet, daß alle Säuren diesen Stein angreifen und verätzen. Bei rauhen Flächen fällt dies im allgemeinen nicht auf; bei polierten Oberflächen jedoch, es entstehen sofort matte Flecken. Diese kann man nicht mehr entfernen.

Vermeiden Sie also, daß säurehaltige Stoffe wie Wein, Fruchtsaft, Cola, Essig, Zitronensaft sowie säurehaltige Reiniger auf polierte Oberfläche gelangen. Topfkratzer und Scheuerpulver verursachen Kratzer und sollten daher nicht verwendet werden.

Die richtige Pflege

ist entscheidend für das Aussehen eines Steins. Verwenden Sie keine auslaugenden Schmier- oder Neutralseifen und beschränken Sie wachs-und acrylathaltige Produkte auf den gelegentlichen Einsatz (es wird eine Schicht gebildet, die bei verstärkter Anwendung den Stein im Ton abdunkelt und ggf. “schmiert”).

Beste Pflegeergebnisse über Jahre erzielen Sie mit Lithofin MN-Wischpflege. Bei regelmäßiger Verwendung bleibt jeder Belag schön und tief in der Farbstruktur. Hartnäckige Flecken wie Fett, Öl, Kerzenwachs, Teer, Filzstifte usw. können mit Lithofin MN-lntensivreiniger entfernt oder zumindest gemildert werden. Auch Pflegemittelrückstände oder Versiegelungen werden damit gelöst. Für diese Arbeiten eignet sich auch Lithofin LOSEFIX Wachs und Ölentferner.

Tische, Küchenarbeitsplatten und Fensterbänke kommen mit Wasser, aber auch mit Fruchtsäften, Wein usw., in Berührung. Den besten Schutz bietet eine Behandlung mit Lithofin MNFleckstop. Gelegentliches Auffrischen mit Lithofin MNPolitur ist vorteilhaft und macht alle Flächen zunehmend unempfindlicher. Auch leichte Kratzer und matte Stellen werden bei regelmäßiger Verwendung weniger sichtbar.

Sie erhalten alle Pflegemittel bei uns. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne!

Für weitergehende Hinweise empfehlen wir Ihnen die Homepage des Lieferanten Lithofin